no need of sun to light the way…

Unterwegs

Tweetrospektive 2012 (2)

Und weiter geht’s mit der zweiten Jahreshälfte.

Juli

Die Firma veranstaltet mal wieder ein Sommerfest…


…und jagt mich schon wieder in die Weltgeschichte.

Von diesem Trip mitgebrachte Souvenirs stehen aber immer noch unabgeholt hier. *mit-dem-Zaunpfahl-gen-Leipzig-wink*

August

Der August war mir mal wieder zu warm, insofern habe ich ihn weitestgehend verdrängt. 😉


September

Überschattet von einem einzelnen Ereignis: Ein lieb gewonnener Mensch entschloss sich, zu gehen.


Du fehlst sehr.

Oktober

Endlich Urlaub – mit meinem Schatz geht’s erst in den Pott…


…und dann mitten in der Hochsaison an die Ostsee.

Der Urlaub tat aber auch Not, denn für den Rest des Jahres wurde es auf Arbeit zunehmend stressiger, da ein großer Kunde mit Auftrag „drohte“.

November

Neue EP von ASP…


…sowie die alljährliche Tour im Herbst.


Außerdem mit guten Freunden die ersten Weihnachtsplätzchen (und artverwandtes) gebacken.

Dezember

Der Winter kam pünktlich in diesem Jahr.


Ansonsten eher allgemeine Weltuntergangshysterie. Man konnte machen, was man wollte, nicht mal im Büro konnte man sich dem entziehen.

Zum Jahresende musste ich dann aber noch einmal Energie tanken…

…und das geht nirgends besser, als bei einem VNV-Nation-Konzert.


Tweetrospektive 2012 (1)

Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu. Ein persönlicher Jahresrückblick in Tweets.

Januar

Neujahr beim hyp3r-fux.

Februar

Eisiger Winter. Es war sogar so kalt, dass ich zum „Superschwarzen Mannheim“ im „MS Connexion“ beim Tanzen meinen Mantel anbehielt. (Für gewöhnlich ist es brütend heiß in dem Laden.)


Dagegen entpuppte sich Taipeh im Winter als optimales Reiseziel…

…nur rauchende Bienen müssen in taiwanischen Hotels die Treppe nehmen.

März/April

Nachdem in der WG wieder ein Zimmer frei wurde, mein verbliebener Mitbewohner und ich aber keine Lust mehr auf anstrengende Mitbewohnersuche hatten, wurde es zum Wohnzimmer umfunktioniert.


Ein gutes Augenmaß war dabei hilfreich.

Geocaching mit guten Freunden war dann am Kar(l)freitag auch mal wieder angesagt.

Mai

Deutlich mehr als 30 Stufen mussten erklommen werden, …


…um das äußerlich nicht als solches zu erkennende griechische Restaurant „Alt Hall“ in Schwäbisch Hall zu erreichen.

Juni

Tweetbot hielt die Timeline fußballfrei.


Das Blackfield Festival war mal wieder wettertechnisch zweigeteilt. Am Samstag Sonne…

…am Sonntag dann eher düster und kühl mit Regen.

Auch ging es noch mal nach Berlin, um einen guten Freund zu besuchen.

Das zweite Halbjahr folgt dann morgen.


Murphy am Montagmorgen

Da hat unser städtischer Nahverkehrsbetrieb, also die Würzburger Straßenbahn, vor geraumer Zeit die Fahrkartenautomaten im Stadtgebiet erneuert. Sinn und Zweck sei mal dahingestellt – ich persönlich fand jedenfalls nicht, dass man mit den alten Automaten nicht klarkommen konnte. Im Gegenteil, aus Sicht der Barrierefreiheit waren die sogar besser: Jede Fahrscheinart hatte eine eigene Taste. Nun gibt es nur noch einen Touchscreen, der eher wenig haptisches Feedback gibt. Sehbehinderte Personen sind da jetzt deutlich im Nachteil.

Aber zurück zu meinem heutigen Problemchen: Mir fiel gestern Abend, als ich es mir auf dem Sofa so richtig gemütlich gemacht hatte, ein, dass meine Barreserven nicht mehr reichen würden, um mir heute morgen die neue Monatswertmarke am Fahrkartenautomaten zu ziehen. Zum Geldautomaten zu dackeln, hatte ich aber sofalümmelnder Weise keine Lust mehr. Ahahaaber! Automaten, genau! Wenn da jetzt schon überall neue Fahrkartenautomaten stehen, dann nehmen die vielleicht ja auch EC-Karten, dachte ich mir.

Und siehe da: „Bargeldlose Bezahlung mit EC- oder Geldkarte“ verkündet die WVV auf ihrer Infoseite zu den Automaten. Wunderprächtig. Dann konnte ich den Sonntagabend ja in aller Gemütlichkeit ausklingen lassen.

Heute morgen beschlichen mich dann so leise Zweifel ob meiner Entscheidung. Immerhin war es Montagmorgen. Die perfekte Zeit, dass nach Murphy mal wieder genau das schiefging, was schiefgehen konnte. Zumal ich eh schon wieder spät dran war. Gespannt, ob das mit der Kartenzahlung denn klappen würde, trat ich also vor den Bildschirm und wählte meine Fahrausweisart, den Starttag der Gültigkeit der Monatsmarke (also heute) und tippe zum Abschluss auf den verheißungsvollen Button „Kartenzahlung“. Karte rein, „bitte warten“ …und siehe da, es klappte natürlich nicht.

„Kartenart nicht in Betrieb“ erklärte das Display am PIN-Pad mir und der Automat brach den Kauf komplett ab. Und natürlich fruchteten auch ein zweiter und dritter Versuch nicht. Einziger Effekt war, dass ich meiner Straßenbahn nur noch hinterherschauen durfte. Abgesehen von der völlig unverständlichen Fehlermeldung mal wieder lautet das Fazit: Faulheit lass nach! In Zukunft werde ich mich also doch wieder vom Sofa quälen und noch zum Geldautomaten gehen.


Impressionen aus Fernost

Kinners, was war das für eine Woche – anstrengend, spannend, produktiv, voller neuer Eindrücke und mit wenig Schlaf. Seitdem die Firma, bei der ich angestellt bin, von einem US-Konzern übernommen wurde, werde ich hier gefühlt zum Weltreisenden. 😉 Wer meine Tweets verfolgt, hat es ja sicher mitbekommen: Klein Karlchen war nämlich auf Dienstreise in Taipeh.

Vor dem Hinflug graute es mir ein wenig, muss ich gestehen. Ich fliege zwar eigentlich ganz gerne, aber über 12 Stunden in so einer Blechbüchse mit wenig Bewegung… Puh. Das war jetzt nicht unbedingt das, was ich als angenehmen Zeitvertreib für einen Sonnabend bezeichnen würde. Zudem waren wir mit China Airlines unterwegs, deren Unfallstatistik auch eher bescheiden aussieht. Perfekte Voraussetzungen, um sich ein bisschen Flugangst zu machen. 😀

Der Flug war aber recht schnell überstanden und so kamen wir am Sonntagmorgen gegen 6 Uhr Ortszeit nach einer viel zu kurzen Nacht in der „Republic of China“ an, wie Taiwan offiziell heißt. Schon die Autofahrt vom Taiwan Taoyuan International Airport zum Hotel vermittelte uns einen ersten Eindruck, wie es verkehrstechnisch denn aussieht auf der Insel im südchinesischen Meer. Offenbar haben die Taiwaner ein Faible für Brücken. Überall schienen Pfeiler förmlich aus dem Boden heraus und dann nach links und rechts weiter zu wachsen, um sich dann zu neuen Hochstraßen oder Bahntrassen zu verbinden.

Typisches Bild auf Taipehs Straßen: Motorroller

Typisches Bild auf Taipehs Straßen: Motorroller

Nach einem kurzen Frühstück im Hotel ging es dann auch gleich mit den Kollegen unserer Taiwanischen Niederlassung auf Testfahrt. Da wurde dann auch schnell klar, wieso neue Straßen überwiegend Hochstraßen sind: Es geht einfach alles verdammt eng zu in Taipeh. Insofern ist ein Großteil der Einwohner statt mit dem Auto auch eher mit dem Motorroller unterwegs. Scharen von Motorrollern, die sich zwischen den an den gefühlt tausenden von Ampeln im Stau steckenden Autos hindurchschlängeln sind so das prägende Bild für den Verkehr in der Taiwanischen Hauptstadt – ein irres Gewusel!

Blick vom Taipei 101 nach Südwesten

Umso mehr drängt sich dann auch der Eindruck einer typischen Stadt aus Sim City auf, wenn man von der Besucher-Etage des Taipei 101 im 89. Stock hinunterblickt. Überhaupt wirkt Taipeh von oben wie eine Spielzeugstadt: Der Wuselfaktor des dichten Verkehrs sowie die von Süden bis Nordosten ins Stadtgebiet hineinreichenden Ausläufer der sich über die gesamte Insel erstreckenden Bergkette tragen sehr dazu bei.

Auch das Essen während der Woche war immer ein Erlebnis. Die Kollegen führten uns in diverse Restaurants in der Stadt, so dass wir die Vorzüge der chinesischen Küche aber auch den japanischen Küche kennen lernen konnten. Ein kulinarisches Erlebnis – und ich glaube, ich hab dann auch mal den Dreh raus, wie man mit Stäbchen isst. 😉 Ein Punkt, an den ich vor unserer Reise überhaupt nicht gedacht habe. Zwar waren die Servicekräfte in den Restaurants dann immer sofort mit Messer und Gabel zur Stelle, aber so einfach wollte ich es mir dann doch nicht machen.

Überhaupt sind die Taiwaner ein durch und durch hilfsbereiter und freundlicher Menschenschlag. Und selbst wenn dann die Verständigung auf Englisch nicht so ganz klappte, versucht man’s eben mit Händen und Füßen. Fazit: Taiwan entpuppte sich für mich als faszinierendes und spannendes Land. So war es richtig schade, dass wir nicht die Zeit hatten, mehr von Taipeh zu sehen. Aber mal schauen, vielleicht verschlägt es mich ja im Rahmen des laufenden Projekts noch mal in den Fernen Osten. Schön wäre es jedenfalls. 🙂

Noch ein paar weitere Eindrücke:

Fahrt zum Taipei 101

Im dichten Verkehr auf dem Weg zum Taipei 101. Nettes Detail am Rande (rechts im Bild): Taipehs Ampeln haben einen Countdown

Winter in Taipeh

Winter in Taipeh: Sonnenschein bei 25°C im Schatten, an der Station „Huzhou“ der Taipei Metro

Köche bei der Arbeit

Köche in einem Restaurant im „Food Court“ des Taipei 101 rollen Teig für Xiǎolóngbāo


Subkultur in der mainfränkischen „Provinz“

Das Thema des „Gothic Friday“ im Dezember ist in gewisser Weise etwas besonderes: Es wurde von den Lesern gewählt. Vorgeschlagen wurde das Gewinnerthema von ASRianerin – sie würde nun gerne wissen, wie es mit der Subkultur bei Jedem vor Ort so aussieht. Wie der geneigte Leser ja vielleicht mitbekommen hat, weile ich schon seit einigen Jahren in Würzburg. Und erstaunlicherweise ist hier, trotz der Tatsache, dass die Stadt mit runden 135.000 Einwohnern jetzt nicht unbedingt groß ist, doch vergleichsweise viel geboten. Zumindest, wenn einem daran gelegen ist, ab und zu mal tanzen zu gehen.

Da wäre zu allererst mal der monatlich stattfindende „Schwarze Freitag“: Immer am 2. Freitag des Monats zieht es da die Schwarze Szene in den Zauberberg. Das ist ein – sogar für Würzburger Verhältnisse – kleiner Club, weswegen es meist recht voll zu sein scheint. Stamm-DJ Sascha bringt meist – überwiegend elektronischen – Schwarzen „Mainstream“. Ergänzt wird er von einem monatlich wechselnden Gast-DJ, der dann auch mal einen Kontrapunkt dazu setzt. Auf dem sogenannten „Gegenpol“, eine eher provisorischen zweiten Minitanzfläche, gibt es dann auch mal die eine oder andere musikalische Überraschung. Bislang bin ich dadurch eigentlich fast immer auf meine Kosten gekommen: Sagte mir das Programm auf der Haupttanzfläche nicht zu, lief auf dem Gegenpol meist Annehmbareres.

Und sollten alle Stricke reißen, so bleibt auch immer noch die Möglichkeit, in den Zaubergarten (der Biergarten des Zauberbergs) oder – während der kälteren Jahreszeit – ins sogenannte „Marrakesch-Zelt“ zu gemütlichen Plauderrunden auszuweichen. Von Zeit zu Zeit hat der Schwarze Freitag übrigens auch mal den Auftritt einer Band zu bieten. Das wirkt zwar ob der beengten Verhältnisse meist recht improvisiert, macht solche Abende aber immer sehr sympathisch.

Falls der Zauberberg zum entsprechenden Termin schon von einer anderen Veranstaltung belegt ist, weicht der Schwarze Freitag ins Tirili aus – das kommt mir dann immer sehr gelegen, denn zu dem Club unter der Stadtmensa habe ich nur etwas über 5 Minuten Fußweg. Dort findet übrigens an jedem 3. Mittwoch im Monat eine weitere schwarze Veranstaltung statt: „Schwarz“. Und obwohl ich nun wirklich nahe dran wohne, habe ich es bisher nur einmal da hin geschafft. So ein Mittwoch ist da leider eher ungünstig, da ich ja doch meist am Donnerstag zumindest halbwegs fit wieder im Büro sitzen muss. Es war aber trotzdem ein angenehmer Abend, insofern sollte ich mich vielleicht doch mal wieder dazu aufraffen. 😉

Alle 2 Monate gibt es dann auch noch die größte schwarze Party, die Würzburg zu bieten hat. Das nächste mal am 24. Februar heißt es dann auf dem Boot wieder „Creatures of the Night“. Da hat mir bislang die Musikauswahl immer zugesagt, insofern bin ich immer da, wenn es sich einrichten lässt. Hier hat man dann auch wirklich zwei vollwertige Tanzflächen. Auf dem oberen Deck – ja, das Boot ist tatsächlich eins 😉 – läuft dann eine angenehme Mischung aus Wave, Synthpop und 80ies sowie gitarrenlastigeren Bands der Neuen Deutschen Härte bis hin zu Mittelalter-Rock. Auf dem unteren Deck geht’s dann eher elektronisch zur Sache.

Wenn mir dann zur Ausnahme mal an Tagen nach tanzen ist, an denen in Würzburg nichts geboten wird, verschlägt es mich gerne auch mal ins „Final Destination“ in Frankfurt oder in den „Cult“ in Nürnberg – dort dann meist zur „Grey Area“, denn die Mischung aus Wave und Industrial, die dort geboten wird, hat mir bislang auch immer sehr zugesagt.

Die Überschrift bezieht sich im Übrigen darauf, dass die Stadtmarketingagentur Würzburgs eine Zeit lang mit dem Slogan „Provinz auf Weltniveau“ versuchte, Werbung für die Stadt zu machen. Ja, manchmal fühlt es sich hier wirklich ein wenig an, wie in der tiefsten Provinz, aber die immerhin 3 regelmäßigen Veranstaltungen von und für die schwarze Szene können sich durchaus sehen lassen.

Nachtrag vom 1. September: Der noch Anfang des Jahres recht regelmäßig scheinende Veranstaltungskalender für Würzburg ist etwas turbulenter geworden.


Parallele Schattenwelten

Ich habe ja letztens schon davon geschwärmt, was heutzutage so alles mit einem Mobiltelefon möglich ist. Was die kleinen Kisten an Hardware in sich tragen, wäre einem vor noch gar nicht allzu langer Zeit noch beinahe wie Magie vorgekommen. Womit ich quasi auch schon beim Thema bin: Die Magie kehrt in diese Welt zurück. Also, nun natürlich nicht real, aber man kann sein Smartphone ja zum Spiegel in eine Parallelwelt machen, in der genau das der Fall ist.

Ein Blick aus dem Bürogebäude in die Welt von Shadow Cities

Ein Blick aus dem Bürogebäude in die Welt von Shadow Cities

Wie? Nun, nichts leichter als das: „Location based MMORPG“ ist in diesem Fall das Zauberwort. Im Speziellen rede ich von „Shadow Cities“ – dieses Spiel für iOS hat mich die letzten beiden Tage ganz schön im Griff gehabt. Wenn ich nämlich mit Hilfe dieses Spiels einen Blick aus dem Büro werfe, sieht das in etwa so aus, wie auf dem Screenshot da links. Zu sehen ist dort eines der Gateways, durch die magische Energie in diese Welt tröpfelt. Nebendran stehen zwei sogenannte „Dominators“, die diese Energie anzapfen können.

Im Untergrund gut zu erkennen ist die Karte, auf der sich das Ganze abspielt: Der Würzburger Stadtteil Grombühl. Die Verteilung der Gateways scheint sich im Übrigen danach zu richten, wo in der Map markante Punkte – zum Beispiel eben Mittelpunkte von Stadtteilen – sind. Aber auch auf der Würzburger Festung Marienberg bspw. findet sich so ein Gateway. Die Karte entstammt dem Open Street Map-Projekt.

Das niedliche, rote Kerlchen im Vordergrund ist ein Geist (Spirit), derer da doch einige durch die Welt schweben. Diese gilt es zu jagen, um Erfahrungspunkte sowie mehr magische Energie zu sammeln. Allerdings sollte man dazu genug Mana übrig haben – der blaue Halbkreis unten links verrät mir, dass ich vermutlich nicht genug Mana habe, um diesen roten Geist dort erjagen zu können. Diese herumschwirrenden Wesenheiten lassen einen zwar grundsätzlich in Ruhe. Greift man sie aber an, wehren sie sich auch – und dann geht meine Gesundheit (der rote Halbkreis) aber mal ganz schnell flöten.

Ein Besuch in New York City

Ein Besuch in New York City

Mal abgesehen davon, dass jeder Treffer, den man einsteckt, das Zurückzaubern erschwert, denn den Treffer spürt man deutlich. Jedenfalls lassen sich die nötigen magischen Runen nicht so leicht auf den Touchscreen malen, wenn einem das Telefon in der Hand herumvibriert – Force Feedback, anyone? 😉 Und hat man selbst genug Treffer eingesteckt, geht’s erstmal für Pi mal Daumen eine Minute in die Verbannung.

Um nun von mehr Gateways Energie anzuzapfen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Erste wäre da die, die den Location-Based-Teil so richtig ausnutzt:
Man geht einfach mal mit seinem Handy spazieren, bis man an ein Gateway kommt. Allzu nerdig sieht man dabei wahrscheinlich gar nicht aus, es stiefelt ja eh schon die halbe Gesellschaft aufs Mobiltelefon starrend durch die Weltgeschichte. 😀

Die andere Variante ist das „Warpen“: Das geht zum einen zu allen Dingen im Spiel, die zum eigenen Team gehören – also andere Mitspieler, Dominatoren, Gateways unter Kontrolle des eigenen Teams – oder zum Beispiel zu Beacons. Diese Leuchtfeuer ermöglichen einem dann aber auch, die große weite Welt zu erkunden. Also zumindest die Welt von Shadow Cities. So ist dann etwa auch mal ein schneller Ausflug nach Feierabend zum Broadway drin.

Apropos Teams: Derer gibt es da zwei. Einerseits die grünen „Animators“ und die orangenen „Architects“ andererseits. Und als Mitglied einer der beiden Fraktionen ringt man dann um die Vorherrschaft in der Welt.

Bislang ein ziemlich interessantes und fesselndes Spielkonzept. Und es bringt mich sogar dazu, jetzt nochmal aus dem Haus zu gehen – vorhin haben so ein paar Architects hier in Würzburg rumrandaliert und meine mühsam erbauten Dominators hinweggefegt. Drum muss ich mich jetzt auf die Suche nach dem nächsten Gateway machen, um da neue zu errichten.


Punkt, Punkt, Komma, Strich

…fertig ist das Mondgesicht. Nun ja, nicht ganz. Aber es ist ja schon verrückt, wenn man sich überlegt, was man heutzutage alles mit einem Mobiltelefon anstellen kann. Zugegeben, „Mobiltelefon“ ist der falsche Ausdruck, neudeutsch sagt man ja „Smartphone“ zu diesen Hosentaschenalleskönnern. Was mich in meinem gerade zu Ende gegangenen Urlaub sehr fasziniert hat, ist die „Photosynth“-App von Microsoft.

„Gorch Fock“ und Eingang zum Ozeaneum in Stralsund

So habe ich hin und wieder versucht, Panoramabilder aufzunehmen. Orte, deren Gesamteindruck wirklich nur zur Geltung kommt, wenn man nicht nur einen klitzekleinen Ausschnitt als Foto festhält, gibt es zu Hauf. Dummerweise ist das Erstellen von Panoramabildern eine mühselige Angelegenheit. Da hat man sich für ein Anschlussbild zu weit gedreht oder hat – falls man es ohne Stativ versucht – die Kamera schief gehalten oder oder oder. Und dann erst das Zusammenstöpseln der Einzelbilder zu Hause am Rechner. Meist habe ich dann gemerkt, dass ich nochmal los und Bilder nachknipsen müsste, damit das Panorama was wird.

Mit besagter App geht das so kinderleicht, wie das eingangs erwähnte Mondgesicht zu malen. Als wäre ein Smartphone für nichts anderes gebaut worden, als damit Panoramabilder zu erstellen. Dadurch, dass inzwischen fast jedes Smartphone mit Lagesensor und E-Kompass ausgestattet ist, weiß die App, wie weit das Gerät zwischen zwei Aufnahmen bewegt wurde. Dementsprechend löst sie auch automatisch aus, wenn das nächste Anschlussbild geschossen werden muss. Ist man fertig, wird nach dem entsprechenden Tippen auf den Bildschirm das fertige Panaroma berechnet.

Wolkenhimmel in Lubmin

Das Ergebnis wird dann zum Einen als Foto auf dem Gerät gespeichert. Außerdem hat man in der App selbst die Möglichkeit, sich das Panorama anzuschauen. Der Unterschied zum normalen Foto wird schnell sichtbar: Panoramabilder wirken zwangsläufig immer so, als sei die Welt an den Rändern weggeklappt. Nicht so in der App selbst. Hier ergibt sich ein – je nachdem, wie weit man sich bei der Aufnahme gedreht hat bis zu 360°-Panorama. Diese lassen sich auch ins Web hochladen und am Rechner in groß bewundern. Einfach mal auf die Bilder im Artikel klicken (Silverlight wird benötigt).

Zwar ist der Algorithmus noch nicht hundertprozentig perfekt. So sieht man beispielsweise beim Wolkenhimmel in Lubmin, dass das Geländer der Seebrücke nicht richtig zusammengefügt wurde. Hier würden manuelle Eingriffsmöglichkeiten, um dem Programm Hilfestellung beim Zusammenfügen der Bilder zu geben, das Ergebnis noch deutlich verbessern können. Aber für ein bisschen Mit-dem-Handy-in-der-Luft-Gewedel-und-auf-dem-Bildschirm-Rumtippen ist das, was dabei herauskommt, schon sehr beeindruckend.


Tanzverbot mal anders

Meine Herrn, war das ein Schieben und Drücken! Die „Batschkapp“ in Frankfurt war am Karfreitag gerappelt voll – Covenant gastierten in der Mainmetropole und offenbar zog das die Leute in Scharen und nicht nur aus dem Rhein-Main-Gebiet an. Ich war also mit meinen knapp 120 Kilometern Anreise nicht mal eine Ausnahme.

Wobei die Anreise zu diesem Konzert für sich genommen gar nicht so weit war. Mein bester Freund wohnt ja in der Gegend, so dass ich bei ihm für die Tage unterkam. Abgesehen davon wollte er sich Covenant ebenfalls nicht entgehen lassen, also sind wir – was leider viel zu selten vorkommt – dann gemeinsam losgezogen.

Pünktlich zum Start der ersten Vorband betraten wir dann den Club. Ach ja: Hatte ich nicht vom IAMX-Konzert am Abend zuvor behauptet, es sei heiß und stickig gewesen? Ha! Gegen das Klima in der „Batschkapp“ war’s im „Bett“ ja noch regelrecht angenehm – heißer war nur noch das ASP-Konzert im Herbst 2010 in Potsdam. Das aber auch nur, weil da die Belüftung nicht lief. 😉

Patenbrigade: Wolff in der Batschkapp, Frankfurt

Patenbrigade: Wolff

Jedenfalls standen Patenbrigade: Wolff schon auf der Bühne und brachten ihre Popmusik für Rohrleger dar. Und gestanden haben sie wirklich: Wer die Auftritte des Electro-Projekts kennt, der weiß, dass das ganze doch eher statisch herüberkommt. So ist es beim ersten Mal sicherlich ein netter Gag, wenn die Herren in Bauarbeiterkluft mitsamt Bierkasten auf die Bühne stiefeln und dann mal eben so das typische Bauarbeiterklischee erfüllen. Je öfter man diesen Auftritt allerdings sieht, desto langweiliger wird’s. Das Publikum stand während des Auftritts auch bauarbeitergleich still herum, dabei war für den Rest des Abends nie wieder so viel Platz zum Tanzen. Und die Musik wäre definitiv dazu geeignet gewesen – hätte die Band das Publikum denn mal genug mitgerissen.

Nach einer kurzen Umbaupause – Zeit, Luft zu schnappen! – ging es dann mit dem italienisch-ungarischen Projekt aus Kanada weiter: Decoded Feedback. Ihr aktuelles Album Aftermath höre ich durchaus gerne, darum war ich gespannt, wie die beiden live rüberkommen. Und in der Tat schafften sie es zu zweit, mehr Bewegung auf die Bühne zu bringen, als der Eröffnungsact mit vier Leuten.

Decoded Feedback in der Batschkapp, Frankfurt

Decoded Feedback

Auch im Publikum war deutlich mehr los, was vielleicht auch mit daran liegen mag, dass Decoded Feedback schon wesentlich länger Musik machen, als Patenbrigade: Wolff. Was das angeht, haben die Wahlkanadier durchaus ein Repertoire, das mit Sicherheit groß genug für eine eigene Headliner-Tour ist. Der Auftritt war im übrigen auch die einzige Gelegenheit an diesem Abend, eine E-Gitarre im Einsatz zu erleben. Aber gut: Wer mit elektronischer Musik nichts anfangen kann, war hier heute definitiv falsch. 😉 Auf jeden Fall hoffe ich, dass ich Decoded Feedback noch öfter zu Gesicht bekomme – ihr Auftritt weckte in mir Lust auf mehr.

Gegen 22 Uhr kamen dann auch definitiv die letzten Supportbandmuffel in die Batschkapp und es wurde schon fast unerträglich kuschlig. Das Intro des aktuellen Albums Modern Ruin und somit auch zum mit Spannung erwarteten Auftritt von Covenant dröhnte uns nun entgegen und die Bühne wurde komplett in rotes Licht getaucht. Daniel Myer und… nicht Joakim Montelius betraten das Rampenlicht. Statt Joakim kam ein weiterer Daniel auf die Bühne – Daniel Jonassen von der schwedischen Synthpopband Dupont nämlich. Joakim nimmt sich wohl eine Auszeit: Elternzeit sozusagen. 😉

Covenant in der Batschkapp, Frankfurt

Das Covenant-Intro taucht den Saal in Rot

Schließlich tauchte auch Sänger Eskil Simonsson im flackernden LED-Licht auf der Bühne auf und das Intro ging nahtlos über in einen der Klassiker der Band: Stalker. Überhaupt kam es häufiger vor, dass die Band die Stücke geschickt ineinander übergehen ließ. Das passte ganz hervorragend, spielten Covenant doch schon immer gern eigens für ihre Liveauftritte aufgemotzte Versionen der Songs. Die Spielfreude der Drei auf der Bühne übertrug sich nun auch rasant aufs Publikum, das nun wirklich fast durchweg am Tanzen war.

Wobei sich das mit dem Tanzen durchaus schwierig gestaltete: Die Batschkapp war wirklich zum Bersten voll. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Veranstalter da über die Kapazitätsgrenze der Location hinausgegangen ist, was den Konzertgenuss für uns doch ein wenig trübte. Oder war das vielleicht dem eigentlich geltenden Tanzverbot geschuldet? Einfach den Laden so voll machen, dass kein Platz zum Tanzen bleibt? 😉 Jedenfalls schoben sich zu oft Leute in Richtung Bar und mit Bechern beladen zurück Richtung Bühne. Zum Glück blieb mir eine Bierdusche erspart, den einen oder anderen Schluck musste mein T-Shirt dann aber doch nehmen.

Covenant in der Batschkapp, Frankfurt

Covenant bei ihrem Club-Kracher „Call the Ships to Port“

Aber nochmal zum Geschehen auf der Bühne: Recht geschickt haben Covenant die Songs vom aktuellen Album in ihre Setlist eingebaut. Die neuen Stücke kommen live sehr schön rüber: Zum Beispiel Judge of My Domain, was mir auf CD schon sehr gefiel. Auch toll war die Version, die von der schon vor dem Album erschienenen Single Lightbringer gespielt wurde. Eskil trat hier in den Hintergrund und überließ Daniel Myer das Mikrofon. Grandios!

Von Happy Man kredenzten die Drei uns als Zugabe auch noch eine schöne Liveversion, bevor der Abend mit Theremin endgültig zum Abschluss kam. Nachdem ich Covenant bislang nur auf Festivals sehen konnte, zeigte sich hier, dass sie auf Tour mit einer eigens abgestimmten Lichtshow erst so richtig aufdrehen.

Alles in allem ein wunderbarer Konzertabend. Wäre der Club nicht so dermaßen überfüllt und stickig gewesen, hätte ich dem Erlebnis das Prädikat „perfekt“ verpasst. Hoffentlich dauert es bis zur nächsten Tour nicht wieder so lang.


Im Bett mit IAMX

Nachdem ich ihren Auftritt auf dem Blackfield Festival 2009 wegen eines akuten Hungeranfalls ja leider verpasst habe (was immer noch bitter bereue!), konnte ich Chris Corner und Band gestern Abend endlich mal live auf der Bühne erleben. Das wurde aber auch gewaltig Zeit.

IAMX in Frankfurt, 21.04.2011

IAMX im „Bett“ - In wenig Licht getaucht

Das Konzert fand im „Bett“ in Frankfurt statt. Einlass war bereits um 20 Uhr, der Beginn des Konzerts war für 21 Uhr angesetzt. Als ich allerdings mehr oder weniger schon zu spät eintrudelte, schien gerade erst mit dem Soundcheck begonnen worden zu sein. Zudem war der Club schon wahnsinnig vollgepackt – die Luft drinnen war zum Schneiden.

Langsam wurden die Leute dann auch schon ungeduldig. Mit jeder Änderung an der Beleuchtung brandete leichter Jubel auf – die Band erschien aber erst kurz vor halb zehn auf der Bühne. Der Auftritt hat uns aber definitiv für die lange Wartezeit entschädigt. Eine Sache, die mir aber gleich zu Beginn auffiel: Chris Corner sieht real noch zerbrechlicher aus, als er auf Fotos eh schon wirkt. Insofern schien es echt erstaunlich, mit welcher Energie er auf der Bühne zu Werke ging.

Mit Music People legten IAMX dann los und lieferten eine fantastische Show ab. Was mich auch sehr begeisterte, war, mit welcher Leichtigkeit Chris Corner quasi jedes Instrument spielte – und davon standen einige auf der Bühne zu Auswahl: E-Gitarre, Drums, Keyboard oder gar ein Theremin. Musiker durch und durch: Chris und der Band merkte man ihren Spielspaß wirklich an. Die Atmosphäre im Publikum war auch von Beginn an großartig. Quasi jeder war durchweg am Tanzen – und das will bei einem Deutschen Publikum schon was heißen. Da dauert es normalerweise ja immer ein wenig, bis die Leute in die Gänge kommen. 😉

IAMX in Frankfurt, 21.04.2011

IAMX im „Bett“ - Chris Corner am Keyboard

Zu I Salute You Christopher wurde dann das Bild von Chris am Keyboard auf die Leinwände im Hintergrund projiziert. Der Mensch an der Kamera hat hinterher sicherlich ’nen neuen Arm gebraucht. Jetzt könnte man sich fragen, was denn so schwer daran ist, eine kleine Kamera zu halten. Ganz einfach: Der „Kameramann“ kniete während des gesamten Songs vor dem Keyboard.

Nach gut eineinhalb Stunden ging der wirklich tolle Auftritt dann zu Ende – na ja, fast. Natürlich ließen wir die Band nicht ohne Zugabe davonkommen. Nach The Alternative ging Chris noch einmal ans Keyboard mit der in doch ganz passablem Deutsch vorgetragenen Bitte, ihm seine spärlichen Deutschkenntnisse nachzusehen. Dann gab es die deutsche Version von Bernadette auf die Ohren.

Und zu guter Letzt kam dann als letztes Stück des Abends noch das Lied, auf das ich gehofft hatte: Spit It Out. Ein wundervoller Abschluss der insgesamt 2-stündigen Show. 🙂 Einziger Wermutstropfen war die doch recht dunkel gehaltene Lichtshow – wie man auf den beiden Bildern sieht.


Kampf den Spritpreisen!

Momentan erreichen die Preise an den Zapfsäulen ja wieder schwindelerregende Höhen, gerade seit Jahresbeginn. Wenn ich mir mal angucke, wie günstig ich im Vergleich vor zwei Jahren noch getankt habe, als ich mir als einer dieser Abwrackprämiennutznießer meinen jetzigen fahrbaren Untersatz zugelegt habe, dann gruselt es mich. Gleichzeitig ruft einem das aber auch wieder ins Gedächtnis, dass die Ölvorräte auf diesem Planeten nun einmal begrenzt sind. Wird also Zeit, sich mal Gedanken ums Thema „Mobilität“ zu machen.

Im letzten Jahr habe ich so viel Kilometer mit dem Auto zurückgelegt, wie noch in keinem Jahr zuvor – das Ganze überwiegend allein. Das geht dann natürlich schon mächtig ins Geld, weswegen ich gerne den hohen Spritpreisen den Kampf ansagen möchte. Ich fahre zwar durchaus gerne mal mit der Bahn, allerdings waren doch so einige Fahrten dabei, die recht spontan zustande kamen. Da ist die Bahn dann eindeutig zu unflexibel. Zwar gibt es dann auch so diverse Websites, über die man Fahrgemeinschaften bilden kann sowie auch bspw. iPhone-Apps dafür. Trotzdem ist auch hier immer noch eine relativ ausführliche Planung im Voraus nötig, um das Potential einer Kostenreduktion pro Kopf und Fahrt wirklich ausschöpfen zu können.

Ganz cool finde ich da das Konzept von flinc: Momentan noch im sogenannten „Technologietest“ wird hier versucht, ein „social mobility network“ aufzubauen. Gut, mit dem Stichwort „social network“ wird ja inzwischen an allen Ecken und Enden des Netzes um sich geworfen. Die Leutchen von flinc ziehen das Ganze meinem ersten Eindruck nach aber ganz geschickt auf: Zum Einen kann man sich durch die Social-Network-Komponente sozusagen ein paar Stammmitfahrer aufbauen, die man dann über die Zeit auch kennt. Und zum Anderen wird das System durch die Integration in Navigationssoftware hinreichend dynamisch, dass es eben auch für spontane Fahrten taugen kann.

Im Idealfall sieht das Ganze also so aus: Ich steige ins Auto, starte die Navisoftware auf meinem Smartphone, gebe mein Ziel ein und stoße die Routenberechnung an. Die Route wird nun – mitsamt den zuvor getroffenen Einstellungen zu Fahrzeug und Preis pro Fahrminute – an die flinc-Server übertragen. Dort erfolgt der Abgleich mit den momentan aktiven Mitfahrgesuchen. Gibt es entlang der Route einen passenden Mitfahrer, bekomme ich entsprechend eine Nachricht auf mein Handy. Passt mir der vorgeschlagene Mitfahrer und nehme ich ihn an, berechnet die Navisoftware automatisch die Route neu, um eben den Mitfahrer aufsammeln zu können.

Klingt in der Theorie ziemlich prima, finde ich. Aktuell funktioniert das zwar nur mit den iPhone-Apps von Navigon. flinc stellt aber ihre API auch anderen Anbietern zur Verfügung, so dass es nicht lange dauern dürfte, bis auch andere Navisoftware sowie andere Plattformen unterstützt werden.

Vermutlich ist – das System ist wie gesagt momentan noch im Technologietest – noch keine entsprechend kritische Masse erreicht, damit das auf jeder Fahrt, die man so unternimmt, hinhaut. Aber ich werde es in den kommenden Wochen mal ausprobieren, da ich doch schon wieder einiges im Kalender habe, wo ich mit dem Auto hingondeln werde. Berichte über meine Erfahrungen werden sicher folgen. 😉 Wer das Ganze jetzt auch interessant genug findet, um sich das mal anzuschauen: Ich habe als Teilnehmer am Technologietest zehn Einladungen zur Verfügung, kann euch also da gerne ins Boot holen.