no need of sun to light the way…

Festivals & Konzerte

Tweetrospektive 2012 (2)

Und weiter geht’s mit der zweiten Jahreshälfte.

Juli

Die Firma veranstaltet mal wieder ein Sommerfest…


…und jagt mich schon wieder in die Weltgeschichte.

Von diesem Trip mitgebrachte Souvenirs stehen aber immer noch unabgeholt hier. *mit-dem-Zaunpfahl-gen-Leipzig-wink*

August

Der August war mir mal wieder zu warm, insofern habe ich ihn weitestgehend verdrängt. 😉


September

Überschattet von einem einzelnen Ereignis: Ein lieb gewonnener Mensch entschloss sich, zu gehen.


Du fehlst sehr.

Oktober

Endlich Urlaub – mit meinem Schatz geht’s erst in den Pott…


…und dann mitten in der Hochsaison an die Ostsee.

Der Urlaub tat aber auch Not, denn für den Rest des Jahres wurde es auf Arbeit zunehmend stressiger, da ein großer Kunde mit Auftrag „drohte“.

November

Neue EP von ASP…


…sowie die alljährliche Tour im Herbst.


Außerdem mit guten Freunden die ersten Weihnachtsplätzchen (und artverwandtes) gebacken.

Dezember

Der Winter kam pünktlich in diesem Jahr.


Ansonsten eher allgemeine Weltuntergangshysterie. Man konnte machen, was man wollte, nicht mal im Büro konnte man sich dem entziehen.

Zum Jahresende musste ich dann aber noch einmal Energie tanken…

…und das geht nirgends besser, als bei einem VNV-Nation-Konzert.


Tweetrospektive 2012 (1)

Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu. Ein persönlicher Jahresrückblick in Tweets.

Januar

Neujahr beim hyp3r-fux.

Februar

Eisiger Winter. Es war sogar so kalt, dass ich zum „Superschwarzen Mannheim“ im „MS Connexion“ beim Tanzen meinen Mantel anbehielt. (Für gewöhnlich ist es brütend heiß in dem Laden.)


Dagegen entpuppte sich Taipeh im Winter als optimales Reiseziel…

…nur rauchende Bienen müssen in taiwanischen Hotels die Treppe nehmen.

März/April

Nachdem in der WG wieder ein Zimmer frei wurde, mein verbliebener Mitbewohner und ich aber keine Lust mehr auf anstrengende Mitbewohnersuche hatten, wurde es zum Wohnzimmer umfunktioniert.


Ein gutes Augenmaß war dabei hilfreich.

Geocaching mit guten Freunden war dann am Kar(l)freitag auch mal wieder angesagt.

Mai

Deutlich mehr als 30 Stufen mussten erklommen werden, …


…um das äußerlich nicht als solches zu erkennende griechische Restaurant „Alt Hall“ in Schwäbisch Hall zu erreichen.

Juni

Tweetbot hielt die Timeline fußballfrei.


Das Blackfield Festival war mal wieder wettertechnisch zweigeteilt. Am Samstag Sonne…

…am Sonntag dann eher düster und kühl mit Regen.

Auch ging es noch mal nach Berlin, um einen guten Freund zu besuchen.

Das zweite Halbjahr folgt dann morgen.


Live is Life

Das Thema des „Gothic Friday“ in diesem Monat ist ja mal wieder eine harte Nuss. Da wird von den geneigten Teilnehmern gefordert, von ihrem schönsten Live-Erlebnis zu berichten. Jetzt könnte man ja vermuten, dass ich es da leicht haben sollte: Mein allererstes Konzert (und gleichzeitig Festival) überhaupt ist noch nicht einmal drei Jahre her. Jahaa, auf dem Amphi Festival 2008 habe ich mir so mit wirklich vollem Bewusstsein eine (na ja, mehrere in dem Fall, war ja ein Festival 😉 ) auf einer Bühne spielende Band angeguckt. Höre ich da irgendwen „Spätzünder!“ rufen? Recht haste.

Aaaaber damit war es dann um mich geschehen: Ich kann mittlerweile gar nicht mehr so richtig mitzählen, wieviele Konzerte ich zwischenzeitlich gesehen habe, so sehr zum Konzertjunkie bin ich seitdem mutiert. Vielleicht ist ja auch einfach nur ein gewisser Nachholbedarf zu befriedigen, wer weiß? 😉 Last.fm sei Dank kann ich das aber alles nachvollziehen. 🙂 Da sollte doch ein Blick auf die Liste genügen, damit mir wieder einfällt, welches dieser Konzerte denn nun das schönste war. Ha, am Arsch die Räuber!

Das fängt schon gleich beim besagten Amphi 2008 an: Kannte ich bis zu dem Zeitpunkt nur einige wenige Lieder von Diary of Dreams und hatte auch noch nicht so recht den Zugang zu ihrer Musik gefunden, machte es bei ihrem Gig auf diesem Festival ganz laut Klick! bei mir. Ihre Show wirkte geradezu magisch auf mich und die Atmosphäre in dem kleinen Theater am Kölner Tanzbrunnen tat ihr Übriges. Ähnlich intensiv empfand ich auch nochmal den DoD-Auftritt beim Dark X-Mas Festival 2008 in der RoFa in Ludwigsburg.

Aber 2008 hatte gleich noch mehr zu bieten: ASP waren unter dem Motto „Von Zaubererbrüdern, Schwarzen Schmetterlingen und anderen Nachtgestalten“ auf Unplugged-Tour. Da sie sich im Laufe des Jahres zu einer meiner Leib- und Magenbands entwickelt hatten, war es natürlich keine Frage, dass ich die Jungs mal live sehen musste. Wobei ich hier im Vorfeld auch ein wenig zwiegespalten war, immerhin kannte ich ihre Musik bis dahin ja nur in eher rockigerem Gewand. Das Konzert im Capitol in Offenbach war aber sagenhaft toll, es wird mir sicher auch noch lange in Erinnerung bleiben. Einziger Wermutstropfen: Mein Platz auf der Galerie versperrte mir den Blick auf Gitarrist Matze Ambré und seine rosa Hello-Kitty-Gitarre.

War ich damals der Ansicht, dass diese Performance kaum getoppt werden könnte, haben mich ASP Ende 2010 eines Besseren belehrt: Es gab eine Neuauflage der 2008er Unplugged-Tour. Und tatsächlich fand ich die beiden Konzerte, die ich im Rahmen dieser letzten Dezember sehen konnte, noch großartiger. Da spielt sicher mit hinein, dass mich einmal mein bester Freund sowie meine Mutter begleiteten, sowie auch die Tatsache, dass als allerletzte Zugabe Die Ruhe vor dem Sturm gespielt wurde. Einfach großartig!

Unbedingt erwähnen muss ich auch den Auftritt von Seabound bei der Warm-Up-Party zum Blackfield Festival 2009. Der war wirklich toll – es ist richtig schade, dass von den Bielefeldern seitdem wenig zu sehen und zu hören ist. Das Blackfield selbst war auch grandios. Im Vergleich zum Amphi empfand ich die Atmosphäre dort als wesentlich entspannter und familiärer. Mit ein Grund, warum ich dieses Jahr zum dritten Mal in Folge nach Gelsenkirchen gondeln werde. 😀

Zudem war das auch die Gelegenheit für mich, VNV Nation endlich live zu sehen. Und wenn ich hier einen Superlativ anbringen sollte, dann, dass VNV-Konzerte wohl am mitreißendsten überhaupt sind. Wenn ich mich bei einem Auftritt einer Band wirklich komplett in der Musik verlieren kann, dann bei ihnen. Oh, und noch ein Superlativ trifft zu: VNV-Konzerte sind auf alle Fälle auch mit am schweißtreibendsten.

Natürlich ist das längst nicht alles, wer mag, kann ja mal in meinem last.fm-Profil stöbern, was da noch so alles an Konzerten war. In Summe finde ich aber einfach absolut nicht das schönste Live-Erlebnis. Zu viele wunderbare Erinnerungen hängen an jedem einzelnen. Ein Fazit kann ich aber ziehen: Die schönsten Konzerte sind immer die, in denen man merkt, wie sehr die auf der Bühne stehende Band Spaß an ihrem Auftritt hat – denn nur dann springt auch dieser sprichwörtliche Funke aufs Publikum über, der ein Konzert zu etwas Besonderem macht.


Tanzverbot mal anders

Meine Herrn, war das ein Schieben und Drücken! Die „Batschkapp“ in Frankfurt war am Karfreitag gerappelt voll – Covenant gastierten in der Mainmetropole und offenbar zog das die Leute in Scharen und nicht nur aus dem Rhein-Main-Gebiet an. Ich war also mit meinen knapp 120 Kilometern Anreise nicht mal eine Ausnahme.

Wobei die Anreise zu diesem Konzert für sich genommen gar nicht so weit war. Mein bester Freund wohnt ja in der Gegend, so dass ich bei ihm für die Tage unterkam. Abgesehen davon wollte er sich Covenant ebenfalls nicht entgehen lassen, also sind wir – was leider viel zu selten vorkommt – dann gemeinsam losgezogen.

Pünktlich zum Start der ersten Vorband betraten wir dann den Club. Ach ja: Hatte ich nicht vom IAMX-Konzert am Abend zuvor behauptet, es sei heiß und stickig gewesen? Ha! Gegen das Klima in der „Batschkapp“ war’s im „Bett“ ja noch regelrecht angenehm – heißer war nur noch das ASP-Konzert im Herbst 2010 in Potsdam. Das aber auch nur, weil da die Belüftung nicht lief. 😉

Patenbrigade: Wolff in der Batschkapp, Frankfurt

Patenbrigade: Wolff

Jedenfalls standen Patenbrigade: Wolff schon auf der Bühne und brachten ihre Popmusik für Rohrleger dar. Und gestanden haben sie wirklich: Wer die Auftritte des Electro-Projekts kennt, der weiß, dass das ganze doch eher statisch herüberkommt. So ist es beim ersten Mal sicherlich ein netter Gag, wenn die Herren in Bauarbeiterkluft mitsamt Bierkasten auf die Bühne stiefeln und dann mal eben so das typische Bauarbeiterklischee erfüllen. Je öfter man diesen Auftritt allerdings sieht, desto langweiliger wird’s. Das Publikum stand während des Auftritts auch bauarbeitergleich still herum, dabei war für den Rest des Abends nie wieder so viel Platz zum Tanzen. Und die Musik wäre definitiv dazu geeignet gewesen – hätte die Band das Publikum denn mal genug mitgerissen.

Nach einer kurzen Umbaupause – Zeit, Luft zu schnappen! – ging es dann mit dem italienisch-ungarischen Projekt aus Kanada weiter: Decoded Feedback. Ihr aktuelles Album Aftermath höre ich durchaus gerne, darum war ich gespannt, wie die beiden live rüberkommen. Und in der Tat schafften sie es zu zweit, mehr Bewegung auf die Bühne zu bringen, als der Eröffnungsact mit vier Leuten.

Decoded Feedback in der Batschkapp, Frankfurt

Decoded Feedback

Auch im Publikum war deutlich mehr los, was vielleicht auch mit daran liegen mag, dass Decoded Feedback schon wesentlich länger Musik machen, als Patenbrigade: Wolff. Was das angeht, haben die Wahlkanadier durchaus ein Repertoire, das mit Sicherheit groß genug für eine eigene Headliner-Tour ist. Der Auftritt war im übrigen auch die einzige Gelegenheit an diesem Abend, eine E-Gitarre im Einsatz zu erleben. Aber gut: Wer mit elektronischer Musik nichts anfangen kann, war hier heute definitiv falsch. 😉 Auf jeden Fall hoffe ich, dass ich Decoded Feedback noch öfter zu Gesicht bekomme – ihr Auftritt weckte in mir Lust auf mehr.

Gegen 22 Uhr kamen dann auch definitiv die letzten Supportbandmuffel in die Batschkapp und es wurde schon fast unerträglich kuschlig. Das Intro des aktuellen Albums Modern Ruin und somit auch zum mit Spannung erwarteten Auftritt von Covenant dröhnte uns nun entgegen und die Bühne wurde komplett in rotes Licht getaucht. Daniel Myer und… nicht Joakim Montelius betraten das Rampenlicht. Statt Joakim kam ein weiterer Daniel auf die Bühne – Daniel Jonassen von der schwedischen Synthpopband Dupont nämlich. Joakim nimmt sich wohl eine Auszeit: Elternzeit sozusagen. 😉

Covenant in der Batschkapp, Frankfurt

Das Covenant-Intro taucht den Saal in Rot

Schließlich tauchte auch Sänger Eskil Simonsson im flackernden LED-Licht auf der Bühne auf und das Intro ging nahtlos über in einen der Klassiker der Band: Stalker. Überhaupt kam es häufiger vor, dass die Band die Stücke geschickt ineinander übergehen ließ. Das passte ganz hervorragend, spielten Covenant doch schon immer gern eigens für ihre Liveauftritte aufgemotzte Versionen der Songs. Die Spielfreude der Drei auf der Bühne übertrug sich nun auch rasant aufs Publikum, das nun wirklich fast durchweg am Tanzen war.

Wobei sich das mit dem Tanzen durchaus schwierig gestaltete: Die Batschkapp war wirklich zum Bersten voll. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Veranstalter da über die Kapazitätsgrenze der Location hinausgegangen ist, was den Konzertgenuss für uns doch ein wenig trübte. Oder war das vielleicht dem eigentlich geltenden Tanzverbot geschuldet? Einfach den Laden so voll machen, dass kein Platz zum Tanzen bleibt? 😉 Jedenfalls schoben sich zu oft Leute in Richtung Bar und mit Bechern beladen zurück Richtung Bühne. Zum Glück blieb mir eine Bierdusche erspart, den einen oder anderen Schluck musste mein T-Shirt dann aber doch nehmen.

Covenant in der Batschkapp, Frankfurt

Covenant bei ihrem Club-Kracher „Call the Ships to Port“

Aber nochmal zum Geschehen auf der Bühne: Recht geschickt haben Covenant die Songs vom aktuellen Album in ihre Setlist eingebaut. Die neuen Stücke kommen live sehr schön rüber: Zum Beispiel Judge of My Domain, was mir auf CD schon sehr gefiel. Auch toll war die Version, die von der schon vor dem Album erschienenen Single Lightbringer gespielt wurde. Eskil trat hier in den Hintergrund und überließ Daniel Myer das Mikrofon. Grandios!

Von Happy Man kredenzten die Drei uns als Zugabe auch noch eine schöne Liveversion, bevor der Abend mit Theremin endgültig zum Abschluss kam. Nachdem ich Covenant bislang nur auf Festivals sehen konnte, zeigte sich hier, dass sie auf Tour mit einer eigens abgestimmten Lichtshow erst so richtig aufdrehen.

Alles in allem ein wunderbarer Konzertabend. Wäre der Club nicht so dermaßen überfüllt und stickig gewesen, hätte ich dem Erlebnis das Prädikat „perfekt“ verpasst. Hoffentlich dauert es bis zur nächsten Tour nicht wieder so lang.


Im Bett mit IAMX

Nachdem ich ihren Auftritt auf dem Blackfield Festival 2009 wegen eines akuten Hungeranfalls ja leider verpasst habe (was immer noch bitter bereue!), konnte ich Chris Corner und Band gestern Abend endlich mal live auf der Bühne erleben. Das wurde aber auch gewaltig Zeit.

IAMX in Frankfurt, 21.04.2011

IAMX im „Bett“ - In wenig Licht getaucht

Das Konzert fand im „Bett“ in Frankfurt statt. Einlass war bereits um 20 Uhr, der Beginn des Konzerts war für 21 Uhr angesetzt. Als ich allerdings mehr oder weniger schon zu spät eintrudelte, schien gerade erst mit dem Soundcheck begonnen worden zu sein. Zudem war der Club schon wahnsinnig vollgepackt – die Luft drinnen war zum Schneiden.

Langsam wurden die Leute dann auch schon ungeduldig. Mit jeder Änderung an der Beleuchtung brandete leichter Jubel auf – die Band erschien aber erst kurz vor halb zehn auf der Bühne. Der Auftritt hat uns aber definitiv für die lange Wartezeit entschädigt. Eine Sache, die mir aber gleich zu Beginn auffiel: Chris Corner sieht real noch zerbrechlicher aus, als er auf Fotos eh schon wirkt. Insofern schien es echt erstaunlich, mit welcher Energie er auf der Bühne zu Werke ging.

Mit Music People legten IAMX dann los und lieferten eine fantastische Show ab. Was mich auch sehr begeisterte, war, mit welcher Leichtigkeit Chris Corner quasi jedes Instrument spielte – und davon standen einige auf der Bühne zu Auswahl: E-Gitarre, Drums, Keyboard oder gar ein Theremin. Musiker durch und durch: Chris und der Band merkte man ihren Spielspaß wirklich an. Die Atmosphäre im Publikum war auch von Beginn an großartig. Quasi jeder war durchweg am Tanzen – und das will bei einem Deutschen Publikum schon was heißen. Da dauert es normalerweise ja immer ein wenig, bis die Leute in die Gänge kommen. 😉

IAMX in Frankfurt, 21.04.2011

IAMX im „Bett“ - Chris Corner am Keyboard

Zu I Salute You Christopher wurde dann das Bild von Chris am Keyboard auf die Leinwände im Hintergrund projiziert. Der Mensch an der Kamera hat hinterher sicherlich ’nen neuen Arm gebraucht. Jetzt könnte man sich fragen, was denn so schwer daran ist, eine kleine Kamera zu halten. Ganz einfach: Der „Kameramann“ kniete während des gesamten Songs vor dem Keyboard.

Nach gut eineinhalb Stunden ging der wirklich tolle Auftritt dann zu Ende – na ja, fast. Natürlich ließen wir die Band nicht ohne Zugabe davonkommen. Nach The Alternative ging Chris noch einmal ans Keyboard mit der in doch ganz passablem Deutsch vorgetragenen Bitte, ihm seine spärlichen Deutschkenntnisse nachzusehen. Dann gab es die deutsche Version von Bernadette auf die Ohren.

Und zu guter Letzt kam dann als letztes Stück des Abends noch das Lied, auf das ich gehofft hatte: Spit It Out. Ein wundervoller Abschluss der insgesamt 2-stündigen Show. 🙂 Einziger Wermutstropfen war die doch recht dunkel gehaltene Lichtshow – wie man auf den beiden Bildern sieht.