no need of sun to light the way…

Murphy am Montagmorgen

Da hat unser städtischer Nahverkehrsbetrieb, also die Würzburger Straßenbahn, vor geraumer Zeit die Fahrkartenautomaten im Stadtgebiet erneuert. Sinn und Zweck sei mal dahingestellt – ich persönlich fand jedenfalls nicht, dass man mit den alten Automaten nicht klarkommen konnte. Im Gegenteil, aus Sicht der Barrierefreiheit waren die sogar besser: Jede Fahrscheinart hatte eine eigene Taste. Nun gibt es nur noch einen Touchscreen, der eher wenig haptisches Feedback gibt. Sehbehinderte Personen sind da jetzt deutlich im Nachteil.

Aber zurück zu meinem heutigen Problemchen: Mir fiel gestern Abend, als ich es mir auf dem Sofa so richtig gemütlich gemacht hatte, ein, dass meine Barreserven nicht mehr reichen würden, um mir heute morgen die neue Monatswertmarke am Fahrkartenautomaten zu ziehen. Zum Geldautomaten zu dackeln, hatte ich aber sofalümmelnder Weise keine Lust mehr. Ahahaaber! Automaten, genau! Wenn da jetzt schon überall neue Fahrkartenautomaten stehen, dann nehmen die vielleicht ja auch EC-Karten, dachte ich mir.

Und siehe da: „Bargeldlose Bezahlung mit EC- oder Geldkarte“ verkündet die WVV auf ihrer Infoseite zu den Automaten. Wunderprächtig. Dann konnte ich den Sonntagabend ja in aller Gemütlichkeit ausklingen lassen.

Heute morgen beschlichen mich dann so leise Zweifel ob meiner Entscheidung. Immerhin war es Montagmorgen. Die perfekte Zeit, dass nach Murphy mal wieder genau das schiefging, was schiefgehen konnte. Zumal ich eh schon wieder spät dran war. Gespannt, ob das mit der Kartenzahlung denn klappen würde, trat ich also vor den Bildschirm und wählte meine Fahrausweisart, den Starttag der Gültigkeit der Monatsmarke (also heute) und tippe zum Abschluss auf den verheißungsvollen Button „Kartenzahlung“. Karte rein, „bitte warten“ …und siehe da, es klappte natürlich nicht.

„Kartenart nicht in Betrieb“ erklärte das Display am PIN-Pad mir und der Automat brach den Kauf komplett ab. Und natürlich fruchteten auch ein zweiter und dritter Versuch nicht. Einziger Effekt war, dass ich meiner Straßenbahn nur noch hinterherschauen durfte. Abgesehen von der völlig unverständlichen Fehlermeldung mal wieder lautet das Fazit: Faulheit lass nach! In Zukunft werde ich mich also doch wieder vom Sofa quälen und noch zum Geldautomaten gehen.

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