no need of sun to light the way…

Impressionen aus Fernost

Kinners, was war das für eine Woche – anstrengend, spannend, produktiv, voller neuer Eindrücke und mit wenig Schlaf. Seitdem die Firma, bei der ich angestellt bin, von einem US-Konzern übernommen wurde, werde ich hier gefühlt zum Weltreisenden. 😉 Wer meine Tweets verfolgt, hat es ja sicher mitbekommen: Klein Karlchen war nämlich auf Dienstreise in Taipeh.

Vor dem Hinflug graute es mir ein wenig, muss ich gestehen. Ich fliege zwar eigentlich ganz gerne, aber über 12 Stunden in so einer Blechbüchse mit wenig Bewegung… Puh. Das war jetzt nicht unbedingt das, was ich als angenehmen Zeitvertreib für einen Sonnabend bezeichnen würde. Zudem waren wir mit China Airlines unterwegs, deren Unfallstatistik auch eher bescheiden aussieht. Perfekte Voraussetzungen, um sich ein bisschen Flugangst zu machen. 😀

Der Flug war aber recht schnell überstanden und so kamen wir am Sonntagmorgen gegen 6 Uhr Ortszeit nach einer viel zu kurzen Nacht in der „Republic of China“ an, wie Taiwan offiziell heißt. Schon die Autofahrt vom Taiwan Taoyuan International Airport zum Hotel vermittelte uns einen ersten Eindruck, wie es verkehrstechnisch denn aussieht auf der Insel im südchinesischen Meer. Offenbar haben die Taiwaner ein Faible für Brücken. Überall schienen Pfeiler förmlich aus dem Boden heraus und dann nach links und rechts weiter zu wachsen, um sich dann zu neuen Hochstraßen oder Bahntrassen zu verbinden.

Typisches Bild auf Taipehs Straßen: Motorroller

Typisches Bild auf Taipehs Straßen: Motorroller

Nach einem kurzen Frühstück im Hotel ging es dann auch gleich mit den Kollegen unserer Taiwanischen Niederlassung auf Testfahrt. Da wurde dann auch schnell klar, wieso neue Straßen überwiegend Hochstraßen sind: Es geht einfach alles verdammt eng zu in Taipeh. Insofern ist ein Großteil der Einwohner statt mit dem Auto auch eher mit dem Motorroller unterwegs. Scharen von Motorrollern, die sich zwischen den an den gefühlt tausenden von Ampeln im Stau steckenden Autos hindurchschlängeln sind so das prägende Bild für den Verkehr in der Taiwanischen Hauptstadt – ein irres Gewusel!

Blick vom Taipei 101 nach Südwesten

Umso mehr drängt sich dann auch der Eindruck einer typischen Stadt aus Sim City auf, wenn man von der Besucher-Etage des Taipei 101 im 89. Stock hinunterblickt. Überhaupt wirkt Taipeh von oben wie eine Spielzeugstadt: Der Wuselfaktor des dichten Verkehrs sowie die von Süden bis Nordosten ins Stadtgebiet hineinreichenden Ausläufer der sich über die gesamte Insel erstreckenden Bergkette tragen sehr dazu bei.

Auch das Essen während der Woche war immer ein Erlebnis. Die Kollegen führten uns in diverse Restaurants in der Stadt, so dass wir die Vorzüge der chinesischen Küche aber auch den japanischen Küche kennen lernen konnten. Ein kulinarisches Erlebnis – und ich glaube, ich hab dann auch mal den Dreh raus, wie man mit Stäbchen isst. 😉 Ein Punkt, an den ich vor unserer Reise überhaupt nicht gedacht habe. Zwar waren die Servicekräfte in den Restaurants dann immer sofort mit Messer und Gabel zur Stelle, aber so einfach wollte ich es mir dann doch nicht machen.

Überhaupt sind die Taiwaner ein durch und durch hilfsbereiter und freundlicher Menschenschlag. Und selbst wenn dann die Verständigung auf Englisch nicht so ganz klappte, versucht man’s eben mit Händen und Füßen. Fazit: Taiwan entpuppte sich für mich als faszinierendes und spannendes Land. So war es richtig schade, dass wir nicht die Zeit hatten, mehr von Taipeh zu sehen. Aber mal schauen, vielleicht verschlägt es mich ja im Rahmen des laufenden Projekts noch mal in den Fernen Osten. Schön wäre es jedenfalls. 🙂

Noch ein paar weitere Eindrücke:

Fahrt zum Taipei 101

Im dichten Verkehr auf dem Weg zum Taipei 101. Nettes Detail am Rande (rechts im Bild): Taipehs Ampeln haben einen Countdown

Winter in Taipeh

Winter in Taipeh: Sonnenschein bei 25°C im Schatten, an der Station „Huzhou“ der Taipei Metro

Köche bei der Arbeit

Köche in einem Restaurant im „Food Court“ des Taipei 101 rollen Teig für Xiǎolóngbāo

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