no need of sun to light the way…

Parallele Schattenwelten

Ich habe ja letztens schon davon geschwärmt, was heutzutage so alles mit einem Mobiltelefon möglich ist. Was die kleinen Kisten an Hardware in sich tragen, wäre einem vor noch gar nicht allzu langer Zeit noch beinahe wie Magie vorgekommen. Womit ich quasi auch schon beim Thema bin: Die Magie kehrt in diese Welt zurück. Also, nun natürlich nicht real, aber man kann sein Smartphone ja zum Spiegel in eine Parallelwelt machen, in der genau das der Fall ist.

Ein Blick aus dem Bürogebäude in die Welt von Shadow Cities

Ein Blick aus dem Bürogebäude in die Welt von Shadow Cities

Wie? Nun, nichts leichter als das: „Location based MMORPG“ ist in diesem Fall das Zauberwort. Im Speziellen rede ich von „Shadow Cities“ – dieses Spiel für iOS hat mich die letzten beiden Tage ganz schön im Griff gehabt. Wenn ich nämlich mit Hilfe dieses Spiels einen Blick aus dem Büro werfe, sieht das in etwa so aus, wie auf dem Screenshot da links. Zu sehen ist dort eines der Gateways, durch die magische Energie in diese Welt tröpfelt. Nebendran stehen zwei sogenannte „Dominators“, die diese Energie anzapfen können.

Im Untergrund gut zu erkennen ist die Karte, auf der sich das Ganze abspielt: Der Würzburger Stadtteil Grombühl. Die Verteilung der Gateways scheint sich im Übrigen danach zu richten, wo in der Map markante Punkte – zum Beispiel eben Mittelpunkte von Stadtteilen – sind. Aber auch auf der Würzburger Festung Marienberg bspw. findet sich so ein Gateway. Die Karte entstammt dem Open Street Map-Projekt.

Das niedliche, rote Kerlchen im Vordergrund ist ein Geist (Spirit), derer da doch einige durch die Welt schweben. Diese gilt es zu jagen, um Erfahrungspunkte sowie mehr magische Energie zu sammeln. Allerdings sollte man dazu genug Mana übrig haben – der blaue Halbkreis unten links verrät mir, dass ich vermutlich nicht genug Mana habe, um diesen roten Geist dort erjagen zu können. Diese herumschwirrenden Wesenheiten lassen einen zwar grundsätzlich in Ruhe. Greift man sie aber an, wehren sie sich auch – und dann geht meine Gesundheit (der rote Halbkreis) aber mal ganz schnell flöten.

Ein Besuch in New York City

Ein Besuch in New York City

Mal abgesehen davon, dass jeder Treffer, den man einsteckt, das Zurückzaubern erschwert, denn den Treffer spürt man deutlich. Jedenfalls lassen sich die nötigen magischen Runen nicht so leicht auf den Touchscreen malen, wenn einem das Telefon in der Hand herumvibriert – Force Feedback, anyone? 😉 Und hat man selbst genug Treffer eingesteckt, geht’s erstmal für Pi mal Daumen eine Minute in die Verbannung.

Um nun von mehr Gateways Energie anzuzapfen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Erste wäre da die, die den Location-Based-Teil so richtig ausnutzt:
Man geht einfach mal mit seinem Handy spazieren, bis man an ein Gateway kommt. Allzu nerdig sieht man dabei wahrscheinlich gar nicht aus, es stiefelt ja eh schon die halbe Gesellschaft aufs Mobiltelefon starrend durch die Weltgeschichte. 😀

Die andere Variante ist das „Warpen“: Das geht zum einen zu allen Dingen im Spiel, die zum eigenen Team gehören – also andere Mitspieler, Dominatoren, Gateways unter Kontrolle des eigenen Teams – oder zum Beispiel zu Beacons. Diese Leuchtfeuer ermöglichen einem dann aber auch, die große weite Welt zu erkunden. Also zumindest die Welt von Shadow Cities. So ist dann etwa auch mal ein schneller Ausflug nach Feierabend zum Broadway drin.

Apropos Teams: Derer gibt es da zwei. Einerseits die grünen „Animators“ und die orangenen „Architects“ andererseits. Und als Mitglied einer der beiden Fraktionen ringt man dann um die Vorherrschaft in der Welt.

Bislang ein ziemlich interessantes und fesselndes Spielkonzept. Und es bringt mich sogar dazu, jetzt nochmal aus dem Haus zu gehen – vorhin haben so ein paar Architects hier in Würzburg rumrandaliert und meine mühsam erbauten Dominators hinweggefegt. Drum muss ich mich jetzt auf die Suche nach dem nächsten Gateway machen, um da neue zu errichten.

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