no need of sun to light the way…

Musik nervt

Ein Gedanke, von dem ich eigentlich nicht erwartet hätte, dass ich ihn mal haben könnte, kam mir die Tage: Musik nervt. Zumindest bestimmte Musik. Eventuell auch jede Art von Musik. Also, so auf Dauer. Ich war ja vergangene Woche mit meiner Familie im Urlaub und damit zwangsläufig länger andauernder Beschallung durch gemeinen Dudelfunk ausgesetzt, als dies für gewöhnlich der Fall ist. Zum Einen natürlich bei der mehrstündigen Autofahrt hinauf an die Ostsee, des weiteren aber auch unter der Woche, wenn mein Vater in der Ferienwohnung das Radio anstellte.

Das war die ersten zwei Tage noch ganz nett, da doch einige Liedchen liefen, die durchaus ins Ohr gingen. Muss ja auch, sonst schaltet der genervte Hörer schneller ab, als den Programmchefs lieb sein dürfte. Was ich dann allerdings im Laufe der Woche immer mehr feststellte, war, dass Lieder, die mir anfangs noch halbwegs gefielen, anfingen, mir auf den Keks zu gehen. Was insofern bemerkenswert ist, wenn man sich mal meine last.fm-Statistiken anguckt: Da sind ja nun nicht wenige Songs dabei, die ich teilweise deutlich mehr als 100 Mal gehört habe.

Gibt’s also eine Schmerzgrenze, wie oft in einem bestimmten Zeitraum man (oder ich jetzt so im Speziellen) ein bestimmtes Lied gehört haben darf/kann/muss, bevor es anfängt zu nerven? Nehmen wir doch mal… hmm… Platz 9 meiner laut last.fm meistgehörten Lieder. „Dreamer“ von abrasions habe ich also am 30. November 2009 zuerst gehört, was mittlerweile 82 Wochen her ist. Und in der Zeit habe ich das Lied ganze 156 Mal gehört – oder zumindest gescrobbelt, was aber eigentlich der tatsächlichen Zahl entsprechen dürfte, da ich fast ausschließlich scrobblebare (welch Wortschöpfung!) Musikwiedergabe betreibe.

Also gut, ein paar Mal werde ich das Stück auch direkt von CD gehört haben, schlagen wir also noch 8 Mal drauf, dann rechnet sich’s leichter: Im Schnitt also 2 Mal die Woche habe ich dieses Lied gehört. Und trotzdem liebe ich es immer noch so sehr, wie beim allerersten Hören. Nun wurde ich aber natürlich vergangene Woche vom Dudelfunkfrontalangriff deutlich häufiger mit so manchem Stück beschallt, als nur 2 Mal. Würde mir also meine heißgeliebte Musiksammlung auch zu den Ohren herauskommen, wenn ich sie deutlich öfter mit deutlich stärkerer Wiederholrate anhörte?

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