no need of sun to light the way…

Punkt, Punkt, Komma, Strich

…fertig ist das Mondgesicht. Nun ja, nicht ganz. Aber es ist ja schon verrückt, wenn man sich überlegt, was man heutzutage alles mit einem Mobiltelefon anstellen kann. Zugegeben, „Mobiltelefon“ ist der falsche Ausdruck, neudeutsch sagt man ja „Smartphone“ zu diesen Hosentaschenalleskönnern. Was mich in meinem gerade zu Ende gegangenen Urlaub sehr fasziniert hat, ist die „Photosynth“-App von Microsoft.

„Gorch Fock“ und Eingang zum Ozeaneum in Stralsund

So habe ich hin und wieder versucht, Panoramabilder aufzunehmen. Orte, deren Gesamteindruck wirklich nur zur Geltung kommt, wenn man nicht nur einen klitzekleinen Ausschnitt als Foto festhält, gibt es zu Hauf. Dummerweise ist das Erstellen von Panoramabildern eine mühselige Angelegenheit. Da hat man sich für ein Anschlussbild zu weit gedreht oder hat – falls man es ohne Stativ versucht – die Kamera schief gehalten oder oder oder. Und dann erst das Zusammenstöpseln der Einzelbilder zu Hause am Rechner. Meist habe ich dann gemerkt, dass ich nochmal los und Bilder nachknipsen müsste, damit das Panorama was wird.

Mit besagter App geht das so kinderleicht, wie das eingangs erwähnte Mondgesicht zu malen. Als wäre ein Smartphone für nichts anderes gebaut worden, als damit Panoramabilder zu erstellen. Dadurch, dass inzwischen fast jedes Smartphone mit Lagesensor und E-Kompass ausgestattet ist, weiß die App, wie weit das Gerät zwischen zwei Aufnahmen bewegt wurde. Dementsprechend löst sie auch automatisch aus, wenn das nächste Anschlussbild geschossen werden muss. Ist man fertig, wird nach dem entsprechenden Tippen auf den Bildschirm das fertige Panaroma berechnet.

Wolkenhimmel in Lubmin

Das Ergebnis wird dann zum Einen als Foto auf dem Gerät gespeichert. Außerdem hat man in der App selbst die Möglichkeit, sich das Panorama anzuschauen. Der Unterschied zum normalen Foto wird schnell sichtbar: Panoramabilder wirken zwangsläufig immer so, als sei die Welt an den Rändern weggeklappt. Nicht so in der App selbst. Hier ergibt sich ein – je nachdem, wie weit man sich bei der Aufnahme gedreht hat bis zu 360°-Panorama. Diese lassen sich auch ins Web hochladen und am Rechner in groß bewundern. Einfach mal auf die Bilder im Artikel klicken (Silverlight wird benötigt).

Zwar ist der Algorithmus noch nicht hundertprozentig perfekt. So sieht man beispielsweise beim Wolkenhimmel in Lubmin, dass das Geländer der Seebrücke nicht richtig zusammengefügt wurde. Hier würden manuelle Eingriffsmöglichkeiten, um dem Programm Hilfestellung beim Zusammenfügen der Bilder zu geben, das Ergebnis noch deutlich verbessern können. Aber für ein bisschen Mit-dem-Handy-in-der-Luft-Gewedel-und-auf-dem-Bildschirm-Rumtippen ist das, was dabei herauskommt, schon sehr beeindruckend.

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Eine Antwort

  1. Pingback: Parallele Schattenwelten « karl bloggt.

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