no need of sun to light the way…

Unter der Asche wird gerockt

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Da hörte ich neulich mal wieder Webradio, genauer gesagt „Dark Essence“. Die Sendung läuft auf dem australischen Sender 4ZzZ, der in Brisbane zu empfangen ist. Glücklicherweise gibt’s da auch einen Webstream, in den ich bei Gelegenheit gerne mal reinhöre. Jetzt ist das mit den Zeitzonen leider immer ein kleines Problem, denn wenn Josh (der Moderator und DJ) um 22 Uhr auf Sendung geht, ist es nach mitteleuropäischer Sommerzeit gerade mal 14 Uhr. Da hockt meinereiner noch im Büro und kann leider keine Streams anhören. Wer auf düster-elektronische Klänge steht und montags um 14 Uhr Zeit hat, dem sei die Sendung mal ans Herz gelegt.

Nun passiert es mir immer mal wieder, dass ich eine musikalische Neuentdeckung mache, die mir so neu eigentlich gar nicht ist. Fractured beispielsweise sind mal wieder so ein Projekt. Die Kanadier waren mir schon von diversen Samplern bekannt – überwiegend solchen aus dem Hause dependent, denn dort stehen sie unter Vertrag. Wobei ich da gerade ganz ehrlich ins Grübeln komme, wieso mir die Band da nicht weiter auffiel. Sei’s drum: Josh spielte am Ostermontag in seiner Sendung den Track „Fly Away“ von Fractured. Und da machte es bei mir *klick*.

Fractured - „Beneath The Ashes“

Artwork auf Booklet und CD

Flugs war ich auf der Seite des Plattenlabels und – oh Freude! – genau jenen Song gab es über Ostern zum kostenlosen Download. Nachdem ich das gute Stück dann allein an dem Montag noch mindestens 15 mal gehört hatte, war klar: Das Album muss her. Da es aktuell um Ostern herum im Bundle mit dem Debütalbum von 2005 angeboten wird wurde, kam jenes dann in den Warenkorb. Nach nur einer schlappen Woche (Danke, liebe Post!) fand die Bestellung ihren Weg in meinen Briefkasten und damit die CD ihren Weg in den Player.

Allein das Artwork von „Beneath The Ashes“ ist schon sehr detailverliebt und hat mich gleich erst mal ordentlich vom Hocker gehauen. Also Play gedrückt und die Lautstärke hochgedreht und ab ging die Reise. Fängt das Intro zum Titeltrack „Beneath The Ashes“ noch recht sanft mit Akustikgitarre und Streichern an, so gesellen sich nach und nach diverse Drums, Piano- und Synthiesounds hinzu. So weit, so gewöhnlich, aber dann! Nach einem Break geht es dann brachial auf die Reise.

Fractured verstehen es gekonnt, nie die viel zu festgefahrenen Erwartungen des Hörers zu erfüllen und ihn so über die gesamten 50 Minuten bei der Stange zu halten. Da gibt es synthpoppige Anflüge ebenso wie sie mit krachenden E-Gitarren in Richtung Industrial-Rock à la KMFDM gehen. Das Album ist so dermaßen abwechslungsreich und die Songs mit so viel Liebe zum Detail arrangiert, dass es mir beim mittlerweile siebten Mal hören innerhalb von 3 Tagen absolut noch nicht langweilig wird. Im Gegenteil: Es gibt so viel zu entdecken, dass sich bislang noch kein Song so wirklich ausdauernd im Ohr festgesetzt hat – wenn ich mal vom eingangs erwähnten „Fly Away“ absehe.

Bislang für mich das Elektroalbum des Jahres. Als Fazit hier mal der Kommentar von einem Freund zu „Beneath The Ashes“, als der die Tage mal wieder vom allgemeinen Standardsynthpopgedudel angeödet war: „Oh ja, das rockt!“

Anspieltipps:

  • You Are (The Voice Inside My Head)
  • Dig
  • Fly Away – Subwoofer aufdrehen!
  • We Bare These Scars

Ausführliche Hörproben gibt’s übrigens auch direkt beim Label.

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