no need of sun to light the way…

Die Qual der Wahl

Oh, die Freuden des WG-Lebens. Mit den richtigen Mitbewohnern ist das echt optimal: Man hat immer Menschen um sich herum, mit denen man gut klar kommt, mit denen man reden kann, wenn man jemanden zum Zuhören braucht, die einen aber auch in Ruhe lassen, wenn man denn mal seine Ruhe haben will. Hat man die falschen Mitbewohner, kann das aber auch ganz schnell die Hölle werden und einen ziemlich runterziehen. Beides hab ich in den letzten fünf Jahren schon mitmachen dürfen bzw. müssen.

Richtig doof wird es dann aber immer, wenn einer auszieht. Mitbewohner A., der hier nun schon seit 4 1/2 Jahren lebt, ist dann doch endlich mal mit seiner Doktorarbeit fertig und hat seit November schon mit dem Gedanken gespielt, jetzt im März auszuziehen. Prima, dann wäre ja genug Zeit für die Nachmietersuche gewesen – wenn er sich denn mal hätte festlegen können. Ende Januar war er dann mittlerweile bei Juni als Auszugstermin angekommen. Okay, kein Stress, alles toll. Ich hätte ihn aber erwürgen können, als dann Mittwochmorgen ’ne E-Mail kam so nach dem Motto: „Hi ihr, ich hab dann mal ’ne Anzeige reingestellt…“ Gnarf. Das hätte er uns auch gern den Abend vorher schon sagen dürfen. Es ist ja nicht so, dass die momentane WG-Zusammensetzung nicht halbwegs harmoniert und man gar nicht miteinander geredet hätte.

Nun gut, stehen wir also doch vor der Qual der Wahl, mal wieder einen neuen Mitbewohner finden zu müssen. So oft ich das jetzt auch schon mitgemacht habe, es ist immer wieder reichlich belastend. Man bekommt eigentlich immer nur eine Momentaufnahme von einem Menschen, den man dann zukünftig andauernd ertragen muss bzw. um sich haben darf. Wobei mich persönlich der erste Eindruck bislang selten im Stich gelassen hat. Richtig doof wird es dabei aber, wenn zwei Meinungen zu berücksichtigen sind – und diese dann auch noch völlig unterschiedlich sind. Das ist zwar zum Glück gerade nicht der Fall. Dass aber meinem zweiten Mitbewohner T. alles egal ist, hilft bei der Entscheidung auch nicht gerade.

Von den drei Kandidaten, die sich das frei werdende Zimmer bislang angeguckt haben, war mir der erste bislang am sympathischsten – mich schreckt da nur wieder der Altersunterschied ab. Andererseits hatte der schon 4 Semester WG-Erfahrung. Solche Menschen lassen sich als Mitbewohner immer besser in die WG integrieren. Und eigentlich sollten 7 Jahre Altersunterschied auch kein Problem sein, denn das hatten wir schon mal. In der damaligen Zusammensetzung hatte die WG bislang am besten funktioniert und F. ist auch immer noch ein guter Freund, auch wenn er jetzt schon 1 1/2 Jahre nicht mehr hier wohnt. Kandidat Nummer 2 rauschte hier im Eiltempo durch und kannte offenbar nur zwei Worte: „Alles klar.“ Den Eindruck machte er aber ganz und gar nicht.

Beim dritten wäre dann der Altersunterschied noch größer, als beim ersten potentiellen neuen Mitbewohner. Der hat aber wiederum immerhin auch schon ein wenig WG-Erfahrung. Na mal schauen, drei Kandidaten kommen noch – bis Montag wollen wir uns dann entschieden haben; zum Einen, damit dieses Terminchaos wieder ein Ende hat und zum Anderen, um die Leute nicht zu lange in der Luft hängen zu lassen.

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Eine Antwort

  1. Pingback: Jäger und Sammler « karl bloggt.

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